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Recht haben oder Recht bekommen? So kalkulieren Sie ihre Prozesskosten!

Bild Dr. jur. Stephan SeitzAutor:
Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2024
Bitte beachten: Rechtliche Hinweise

Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Dinge. Wenn es darum geht, eine juristische Auseinandersetzung auszutragen, können die anfallenden Prozesskosten schnell zu einer finanziellen Belastung werden. Dabei ist es wichtig, das Prozesskostenrisiko richtig einzuschätzen und sich gut darauf vorzubereiten. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Prozesskosten kalkulieren und so das Prozesskostenrisiko besser abschätzen können.

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Was sind Prozesskosten?

Prozesskosten (zum Prozesskostenrechner) sind die Kosten, die bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung anfallen. Dazu zählen unter anderem Anwaltskosten, Gerichtskosten, Kosten für Sachverständige, Zeugenaussagen und eventuell entstehende Schadensersatzforderungen. Die Höhe der Prozesskosten ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise dem Streitwert, der Art des Verfahrens und dem Gerichtsstandort.

Den Streitwert ermitteln

Der Streitwert ist der zentrale Faktor bei der Berechnung der Prozesskosten. Er bemisst sich nach dem wirtschaftlichen Interesse, das die Parteien an der Klärung der Streitfrage haben. Der Streitwert bestimmt die Höhe der Gerichts- und Anwaltsgebühren. Um den Streitwert zu ermitteln, können Sie sich an folgenden Werten orientieren:

  • Bei Zahlungsansprüchen: die Höhe der Forderung
  • Bei Schadensersatzansprüchen: die Höhe des Schadens
  • Bei Mietstreitigkeiten: die Jahresmiete
  • Im Erbstreit spielt beispielsweise der Erbanteil eine entscheidende Rolle, ermittelbar über meinen Erbrechner

Anwaltskosten berechnen

Die Anwaltskosten setzen sich aus den gesetzlich festgelegten Gebühren und den Auslagen (z. B. Reisekosten, Kopien) zusammen. Die Gebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und sind abhängig vom Streitwert. Je höher der Streitwert, desto höher sind die Anwaltsgebühren. Wichtig zu wissen ist, dass sowohl für den Kläger als auch für den Beklagten Anwaltskosten entstehen können. Ein Rechtsanwalt ist zwar nicht immer zwingend erforderlich, jedoch empfehlenswert, um das Prozessrisiko besser einschätzen zu können.

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Gerichtskosten berücksichtigen

Die Gerichtskosten setzen sich aus den Gerichtsgebühren und den Auslagen (z. B. Zustellungskosten) zusammen. Die Gerichtsgebühren sind abhängig vom Streitwert und dem Gerichtsstand. Sie richten sich nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) und der Kostenordnung (KostO). Die Gerichtskosten werden in der Regel vorab als Vorschuss erhoben und können bei einem erfolgreichen Prozessausgang vom unterlegenen Gegner erstattet werden.

Prozesskosten

Kosten für Sachverständige und Zeugen

Sollten im Prozess Sachverständige oder Zeugen benötigt werden, entstehen zusätzliche Kosten. Sachverständige werden beispielsweise herangezogen, um bestimmte Sachverhalte zu klären, die für den Prozess entscheidend sind. Die Kosten für Sachverständige richten sich nach der Gebührenordnung für Sachverständige (JVEG) und können je nach Aufwand und Umfang der Gutachten variieren.

Zeugen können ebenfalls Kosten verursachen, wenn sie zur Verhandlung geladen werden. Hierbei fallen Entschädigungen für Zeitversäumnis, Reisekosten und eventuelle Verdienstausfälle an. Die Höhe der Zeugenentschädigung richtet sich nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG).

Prozesskostenrisiko einschätzen

Das Prozesskostenrisiko beschreibt das finanzielle Risiko, das bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung entsteht. Dabei ist es wichtig, nicht nur die eigenen Kosten im Blick zu haben, sondern auch die möglichen Kosten, die bei einem verlorenen Prozess auf Sie zukommen können. Dazu zählen die Anwaltskosten des Gegners und eventuelle Schadensersatzforderungen.

Um das Prozesskostenrisiko besser einschätzen zu können, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • die Erfolgsaussichten des Prozesses
  • die Höhe des Streitwerts
  • die voraussichtlichen Anwalts- und Gerichtskosten
  • die möglichen Kosten für Sachverständige und Zeugen
  • die finanzielle Belastbarkeit der Gegenseite (um eventuelle Kostenerstattungen einzufordern)

Prozessfinanzierung und Rechtsschutzversicherung

Sollten die Prozesskosten für Sie eine hohe finanzielle Belastung darstellen, gibt es Möglichkeiten, diese abzusichern. Eine Prozessfinanzierung kann von spezialisierten Finanzierungsunternehmen angeboten werden, die im Erfolgsfall einen Anteil des gewonnenen Betrags erhalten. Dabei übernehmen sie die Prozesskosten und tragen das Risiko, im Falle eines verlorenen Prozesses auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Eine Rechtsschutzversicherung hingegen deckt im Rahmen des vereinbarten Versicherungsschutzes die Kosten für Anwalt, Gericht und Sachverständige ab. Hierbei ist zu beachten, dass nicht alle Rechtsbereiche von jeder Rechtsschutzversicherung abgedeckt sind und es unterschiedliche Leistungsumfänge gibt. Es ist daher ratsam, sich vorab genau über die Bedingungen und den Umfang der Versicherung zu informieren.

Fazit zu Prozesskosten

Das Prozesskostenrisiko ist ein wichtiger Faktor, den juristische Laien bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung berücksichtigen sollten. Die Berechnung der Prozesskosten ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Streitwert, der Art des Verfahrens und dem Gerichtsstandort. Um das Prozesskostenrisiko besser einschätzen zu können, sollten Sie die Erfolgsaussichten des Prozesses, die Höhe der voraussichtlichen Kosten und die finanzielle Belastbarkeit der Gegenseite berücksicht.

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Prozesskosten: Quellenangaben und weiterführende Literatur

Die Informationen auf dieser Seite sind sorgfältig recherchiert und zusammengetragen. Folgende Quellen und weiterführende Literatur empfehle ich im Kontext Prozesskosten:

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