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Fristenrechner: Gesetzliche Frist für Widerruf bei der Online-Bestellung berechnen

Bild Dr. jur. Stephan SeitzAutor:
Zuletzt aktualisiert: 20. April 2024
Bitte beachten: Rechtliche Hinweise

In unserer modernen Welt, in der das Online-Shopping immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es unerlässlich, sich mit den Rechten und Pflichten als Käufer auseinanderzusetzen. Einer der zentralen Aspekte, die beim Online-Kauf eine Rolle spielen, ist das gesetzliche Rücktrittsrecht. Dieses Recht ermöglicht es Käufern, einen online getätigten Kauf innerhalb einer bestimmten Frist rückgängig zu machen, ohne dabei Gründe angeben zu müssen. Aber warum ist dieses Recht so wichtig? Wie funktioniert es genau? Und vor allem: wie berechnet sich die Frist um den Widerruf fristgerecht auszuüben?

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Eingabehilfen zum Fristenrechner für den Widerruf beim Online-Kauf

Der Online-Kauf hat viele Vorteile, bringt aber auch Unsicherheiten mit sich, da die Produkte nicht direkt inspiziert werden können. Daher wurde das Widerrufsrecht eingeführt, um dem Verbraucher einen Schutz zu bieten. Der Fristenrechner unterstützt Sie bei der genauen Bestimmung der Widerrufsfrist. Beachten Sie folgende Schritte, um korrekte Ergebnisse zu erhalten:

  • Art der Frist bestimmen: Wählen Sie zunächst Widerruf beim Online-Kauf als spezifische Fristart aus, um den entsprechenden Berechnungsalgorithmus zu aktivieren.
  • Datum des Warenempfangs: Der Beginn der Widerrufsfrist ist das Datum, an dem Sie die gekaufte Ware erhalten haben. Notieren Sie dieses Datum präzise, um den Startpunkt der Frist korrekt festzulegen.
  • Bundesland auswählen: Das Bundesland, in dem Sie sich aufhalten, kann aufgrund unterschiedlicher Feiertage eine Auswirkung auf die Fristberechnung haben. Geben Sie das Bundesland an, damit der Fristenrechner diese regionalen Besonderheiten in seine Kalkulation einbeziehen kann. So wird ein exaktes Enddatum für die Widerrufsfrist ermittelt.

Indem Sie diese Hinweise berücksichtigen, können Sie den Fristenrechner optimal nutzen und die Widerrufsfrist für Ihren Online-Kauf präzise bestimmen.

Widerrufsrecht und Rücktrittsrecht: Ein Unterschied mit Bedeutung

Das Online-Shopping hat den Einkauf revolutioniert und Verbrauchern eine große Auswahl und Bequemlichkeit geboten. Doch gerade weil es so bequem ist, hat der Gesetzgeber das Widerrufsrecht eingerichtet. Es bietet dem Verbraucher die Möglichkeit, vom Kauf zurückzutreten, ohne Gründe nennen zu müssen.

Das Rücktrittsrecht hingegen bezieht sich auf Situationen, in denen der Vertrag aufgrund von Mängeln oder nicht erfüllten Vertragsbedingungen nicht eingehalten wurde. Es erlaubt dem Käufer, vom Vertrag zurückzutreten, wenn die Ware beispielsweise beschädigt ist oder nicht den Beschreibungen des Verkäufers entspricht.

Im Gegensatz dazu ist das Widerrufsrecht spezifisch für den Fernabsatz, wie Online-Einkäufe, konzipiert. Es ermöglicht es dem Käufer, den Kauf ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass der Käufer das Produkt vor dem Kauf nicht persönlich inspizieren konnte.

Beide Rechte bieten dem Verbraucher Schutz, aber in unterschiedlichen Kontexten. Es ist wichtig, diese Unterschiede zu kennen und zu verstehen, um Ihre Rechte als Verbraucher effektiv ausüben zu können.

Fristenrechner Widerruf bei Online-Bestellung

Wie berechnet man die Widerrufsfrist für Online-Bestellungen?

Die Berechnung der Frist für das Rücktrittsrecht ist im Grunde genommen recht einfach, kann aber je nach Situation variieren. Hier sind die grundlegenden Schritte:

  • Startdatum bestimmen: Das Startdatum ist in der Regel der Tag, an dem der Käufer die Ware erhalten hat. Bei mehreren Lieferungen aus einer Bestellung ist es der Tag, an dem die letzte Lieferung eingetroffen ist.
  • 14 Tage zählen: Von diesem Startdatum aus zählt man 14 Tage, einschließlich Wochenenden und Feiertage. Wenn beispielsweise das Startdatum ein Montag ist, endet die Frist am zweiten Montag darauf.
  • Letzter Tag: Der letzte Tag der Frist ist der entscheidende Tag. Bis zu diesem Tag muss der Käufer seine Entscheidung zum Rücktritt vom Vertrag dem Verkäufer mitgeteilt haben.
  • Uhrzeit beachten: Es reicht, wenn die Mitteilung über den Rücktritt am letzten Tag der Frist abgesendet wird. Es ist nicht erforderlich, dass sie auch am selben Tag beim Verkäufer eintrifft.

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Warum gibt es ein Rücktrittsrecht beim Online-Kauf durch Verbraucher?

Das Rücktrittsrecht wurde primär eingeführt, um die Interessen der Verbraucher zu schützen. Beim Online-Shopping können Käufer die Produkte nicht physisch begutachten, ausprobieren oder testen, bevor sie sie kaufen. Dies kann zu Unsicherheiten und Zweifeln führen. Das Rücktrittsrecht gibt dem Käufer daher eine Art Probezeit, in der er das Produkt in Ruhe zu Hause prüfen kann.

Das Widerrufsrecht, als spezielle Form des Rücktrittsrechts, berücksichtigt die Besonderheiten des Online-Handels. Es stellt sicher, dass Verbraucher dieselben Rechte haben, als würden sie in einem physischen Geschäft einkaufen. Es dient auch dazu, ein Gleichgewicht zwischen den Rechten von Käufern und Verkäufern herzustellen und das Vertrauen in den Online-Handel zu stärken. Zudem fördert das Rücktrittsrecht den fairen Wettbewerb. Unternehmen werden ermutigt, qualitativ hochwertige Produkte anzubieten und transparente Geschäftspraktiken zu pflegen, da sie wissen, dass Kunden die Möglichkeit haben, Produkte zurückzugeben, wenn sie nicht zufrieden sind.

Wie lange ist die Frist für das Rücktrittsrecht?

Das gesetzliche Rücktrittsrecht, das oft im Kontext des Online-Shoppings als Widerrufsrecht bezeichnet wird, räumt dem Käufer in der Regel eine Frist von 14 Tagen ein. Diese Frist beginnt ab dem Tag, an dem der Käufer oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Ware in Besitz genommen hat. Wenn es sich um einen Vertrag über mehrere Waren handelt, die der Käufer im Rahmen einer einheitlichen Bestellung bestellt hat und die getrennt geliefert werden, beginnt die Frist ab dem Tag, an dem der Käufer die letzte Ware in Besitz genommen hat.

Es gibt jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel. Bei Verträgen zur regelmäßigen Lieferung von Waren über einen festgelegten Zeitraum hinweg beginnt die Frist beispielsweise mit dem Erhalt der ersten Teillieferung.

Es ist wichtig zu betonen, dass die 14-tägige Frist fest ist. Das bedeutet, dass der Käufer genau 14 Tage Zeit hat, nicht etwa 10 Werktage. Wochenenden und Feiertage werden also mitgezählt. Allerdings kann die Frist nicht an einem Wochenende oder Feiertag enden, sie verschiebt sich dann auf den nächst folgenden Werktag.

Ausnahmen vom Rücktrittsrecht

Obwohl das gesetzliche Rücktrittsrecht eine wichtige Sicherheitsmaßnahme für Verbraucher darstellt, gibt es bestimmte Produktkategorien und Situationen, in denen dieses Recht nicht angewendet werden kann:

  • Verderbliche Waren: Produkte, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum schnell überschritten würde, sind von der Rückgabe ausgeschlossen. Dies betrifft beispielsweise frische Lebensmittel.
  • Digitale Inhalte: Bei digitalen Downloads oder Streaming-Diensten kann das Rücktrittsrecht erlöschen, wenn der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Download oder das Streaming vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt und er seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert.
  • Maßgeschneiderte oder personalisierte Artikel: Produkte, die nach Kundenspezifikationen angefertigt oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind, können nicht zurückgegeben werden.
  • Versiegelte Waren: Bei Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind und deren Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde, erlischt das Rücktrittsrecht.
  • Zeitungen, Zeitschriften und Magazine: Mit Ausnahme von Abonnement-Verträgen über die Lieferung solcher Publikationen.

Wie übt man das Rücktrittsrecht aus?

Der Widerruf einer Online-Bestellung, auch als Rücktritt bezeichnet, ist ein Recht, das Verbrauchern in der EU zusteht. Es ermöglicht Käufern, innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware ohne Angabe von Gründen vom Kaufvertrag zurückzutreten. Doch wie übt man dieses Recht korrekt aus?

Widerrufserklärung: Grundsätzlich ist es ratsam, den Widerruf schriftlich zu erklären, um Missverständnisse zu vermeiden und einen Nachweis zu haben. Dies kann per E-Mail, Brief oder über ein Online-Formular des Verkäufers erfolgen. Viele Händler bieten ein Muster-Widerrufsformular an, dessen Verwendung jedoch nicht verpflichtend ist.

Rücksendung der Ware: In vielen Fällen reicht die rechtzeitige Rücksendung der Ware als konkludente Erklärung des Widerrufs aus. Das bedeutet, dass der Verbraucher durch die bloße Rücksendung der Ware innerhalb der 14-tägigen Frist seinen Widerrufswunsch ausdrückt. Es ist jedoch empfehlenswert, dies vorab mit dem Verkäufer zu klären, um mögliche Unklarheiten zu vermeiden.

Rücksendekosten: Laut EU-Richtlinie können Händler die Rücksendekosten dem Verbraucher auferlegen, wenn sie ihn vorab informiert haben. Manche Händler übernehmen diese Kosten jedoch bei einem bestimmten Warenwert, z.B. über 40 Euro. Viele bieten vorfrankierte Rücksendeetiketten an, deren Kosten entweder übernommen oder vom Rückerstattungsbetrag abgezogen werden. Unabhängig davon müssen ursprüngliche Versandkosten erstattet werden. Es empfiehlt sich, die Rückgaberichtlinien des Händlers genau zu prüfen.

Rückerstattung: Nachdem der Verkäufer die Ware erhalten und den Widerruf akzeptiert hat, muss er alle Zahlungen des Verbrauchers, einschließlich der Lieferkosten, unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen zurückerstatten.

Ausnahmen: Es gibt bestimmte Waren und Dienstleistungen, für die das Widerrufsrecht nicht gilt, wie z.B. maßgeschneiderte Artikel oder digitale Downloads, wenn mit dem Download bereits begonnen wurde.

Muster bzw. Vorlage für die Ausübung des Widerrufsrechts

Ein Widerruf kann beispielsweise wie folgt aussehen (für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich keine Garantie):

Widerruf meines Vertrages vom ________, Bestellnummer ________

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerrufe ich den von mir geschlossen Vertrag über den Kauf von ________ innerhalb der gesetzlichen Frist entsprechend meinem gesetzlichen Widerrufsrecht gemäß § 355 BGB.

Bitte überweisen Sie den bereits bezahlten Kaufpreis in Höhe von EUR ________ zurück auf folgendes Konto ________. Die Rückzahlung erwarte ich innerhalb von 14 Tagen.

Mit freundlichen Grüßen

Verlängerte Widerrufsfristen beim Online-Kauf: Warum und wie?

Einige Online-Händler bieten ihren Kunden eine verlängerte Widerrufsfrist an, die über die gesetzlich vorgeschriebenen 14 Tage hinausgeht. Dies kann aus verschiedenen Gründen geschehen:

  • Kundenbindung: Ein verlängertes Widerrufsrecht kann als Verkaufsargument dienen und das Vertrauen der Kunden stärken.
  • Wettbewerbsvorteil: In einem umkämpften Markt kann eine längere Widerrufsfrist einen Händler von der Konkurrenz abheben.
  • Feiertage und besondere Anlässe: Während der Weihnachtseinkaufssaison bieten einige Händler verlängerte Rückgabefristen an, um den Kunden mehr Flexibilität zu bieten.

Wenn ein Händler eine verlängerte Widerrufsfrist anbietet, funktioniert der Prozess im Wesentlichen genauso wie bei der standardmäßigen 14-tägigen Frist, nur mit einem längeren Zeitraum. Der Käufer muss den Verkäufer innerhalb der angegebenen Frist über seinen Wunsch informieren, vom Kauf zurückzutreten, und die Ware entsprechend zurücksenden. Es ist wichtig, die spezifischen Bedingungen und Fristen des Händlers in dessen AGBs oder Widerrufsbelehrung genau zu überprüfen.

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Fristenrechner Widerruf bei Online-Bestellung: Quellenangaben und weiterführende Literatur

Die Informationen auf dieser Seite sind sorgfältig recherchiert und zusammengetragen. Folgende Quellen und weiterführende Literatur empfehle ich im Kontext Fristenrechner Widerruf bei Online-Bestellung:

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