Online-Rechner Aktualisiert 17.07.2026 1 Min Lesezeit

Prozesskosten berechnen im Prozesskostenrechner

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  • Der Streitwert bestimmt fast alle Kosten: Aus dem Streitwert berechnen sich sowohl Gerichts- als auch Anwaltskosten. Wer den Streitwert kennt, kennt die Basis für die gesamte Kostenschätzung.
  • Ein Vergleich spart oft Geld: Endet ein Fall mit einem Vergleich statt einem Urteil, sinken meist die Gesamtkosten. Diese Wahl wirkt sich direkt auf die Höhe der Prozesskosten aus.
  • Mehrere Mandanten und weitere Instanzen treiben die Kosten hoch: Betreut ein Anwalt mehrere Kläger oder Beklagte, steigen die Anwaltskosten. Zieht ein Fall in Berufung oder Revision, kommen zusätzliche Kosten dazu. Prozesskosten lassen sich mit dem Prozesskostenrechner schnell schätzen.
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In diesem Artikel

Eingabehilfen zur Nutzung des Prozesskostenrechners

Der RECHNER.APP Prozesskostenrechner schätzt die Kosten eines Rechtsstreits aus wenigen Angaben. Ein Punkt fällt dabei schnell ins Gewicht: Wer bis zum Urteil durchficht, riskiert bei einer Niederlage die vollen Kosten beider Seiten — eigene und gegnerische Anwaltskosten plus Gerichtskosten. Diese Überlegung gehört vor jedes Verfahren. Die folgenden Felder liefern die Grundlage:

  • Streitwert: der finanzielle Wert des Streitfalls. Der Streitwert ist die Basis für die meisten Gerichts- und Anwaltskosten. Anwalts- und Gerichtskosten richten sich bundesweit einheitlich nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) und GKG (Gerichtskostengesetz) — das Bundesland spielt dabei keine Rolle.
  • Beratung und/oder Gerichtsverfahren: außergerichtliche Beratung, direkter Gang vor Gericht oder eine Kombination beider Optionen. Bei einer Kombination wird die Geschäftsgebühr für die vorangehende Beratung teilweise auf die Verfahrensgebühr des Gerichtsverfahrens angerechnet — das ist keine Doppelzahlung, sondern verringert die im Gerichtsverfahren zusätzlich anfallende Gebühr.
  • Prozessende: Urteil oder Vergleich. Ein Vergleich kann das Gesamtpaket der Kosten deutlich reduzieren.
  • Berufung und Revision (optional): markiert das Feld, wer über die erste Instanz hinausgeht. Höhere Instanzen steigern die Kosten und fließen dann in die Gesamtkosten ein.
  • Anzahl der Mandanten: eine oder mehrere Personen auf Kläger- und/oder Beklagtenseite. Mehrere Mandanten erhöhen die Anwaltskosten.

Nach Eingabe aller Felder liefert der Klick auf „Berechnen“ eine Schätzung der Prozesskosten. Die Aufschlüsselung umfasst Gerichtskosten, Anwaltskosten und mögliche Zusatzkosten für Berufung und Revision. Das Ergebnis ist eine Orientierung, keine exakte Abrechnung.

Hinweis zur Prozesskostenhilfe: Wer die Prozesskosten nach dieser Einschätzung nicht aufbringen kann, kann bei Bedürftigkeit Prozesskostenhilfe beantragen. Das Gericht prüft dabei Einkommen und Vermögen sowie die Erfolgsaussichten des Verfahrens und übernimmt bei Bewilligung ganz oder teilweise die eigenen Gerichts- und Anwaltskosten. Ein Anspruch auf Erstattung der gegnerischen Kosten bei Niederlage entsteht dadurch nicht.

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FAQ · Häufige Fragen

Was Leser zu diesem Thema fragen

Wie kann ich meine Prozesskosten genau berechnen?
Um Ihre Prozesskosten genau zu berechnen, sollten Sie alle relevanten Faktoren wie Gerichtsgebühren, Anwaltskosten und mögliche Zusatzkosten berücksichtigen. Ein Prozesskostenrechner kann Ihnen dabei helfen, eine präzise Schätzung zu erhalten. Die Gebühren für Anwalt (RVG) und Gericht (GKG) sind bundeseinheitlich gesetzlich geregelt und richten sich nach dem Streitwert, nicht nach dem Bundesland. Berücksichtigen Sie auch eventuelle Sonderfälle, die Ihre Kosten beeinflussen könnten.
Welche Kosten sind in den Prozesskosten enthalten?
In den Prozesskosten sind in der Regel Gerichtsgebühren, Anwaltskosten und eventuelle Kosten für Gutachten enthalten. Auch Reisekosten und Auslagen für Zeugen können hinzukommen. Es ist wichtig, alle potenziellen Kostenfaktoren zu identifizieren, um eine realistische Einschätzung der Gesamtkosten zu erhalten. Ein Prozesskostenrechner kann Ihnen helfen, diese Kosten systematisch zu erfassen.
Was passiert, wenn ich die Prozesskosten nicht zahlen kann?
Wenn Sie die Prozesskosten nicht zahlen können, besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Prozesskostenhilfe zu stellen. Diese Unterstützung kann Ihnen helfen, die Kosten für das Verfahren zu decken, wenn Sie nachweislich bedürftig sind. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Verfahren für Prozesskostenhilfe in Frage kommen. Informieren Sie sich vorab, ob Ihr Fall förderfähig ist.
Gibt es Unterschiede bei den Prozesskosten in verschiedenen Bundesländern?
Nein, die Kosten für Anwalt (RVG) und Gericht (GKG) sind bundesgesetzlich einheitlich geregelt und damit in allen Bundesländern gleich. Sie richten sich nach dem Streitwert und der Instanz, nicht nach dem Bundesland. Ein Prozesskostenrechner hilft Ihnen, die streitwertabhängigen Kosten realistisch einzuschätzen.
Wie lange dauert es, bis ich die Prozesskosten zurückerhalte, wenn ich gewinne?
Die Rückerstattung der Prozesskosten kann einige Zeit in Anspruch nehmen, abhängig von der Komplexität des Falls und der Bearbeitungszeit des Gerichts. In der Regel können Sie jedoch mit mehreren Wochen bis Monaten rechnen, bis die Kosten zurückgezahlt werden. Es ist wichtig, alle Unterlagen und Nachweise über die entstandenen Kosten aufzubewahren, um eine reibungslose Rückerstattung zu gewährleisten.
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Worauf dieser Beitrag beruht

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Dr. jur. Stephan Seitz

Jurist · Gründer RECHNER.APP

Mein Name ist Dr. Stephan Seitz und ich betreibe RECHNER.APP, eine Plattform mit kostenfreien Online-Rechnern zu juristischen, steuerrechtlichen, immobilien- und finanznahen Themen. Ziel: praxistaugliche Berechnungen, die Sie ohne Anmeldung direkt im Browser nutzen können — und die sich von Anwälten, Steuerberatern, Immobilien- und Finanzprofis kostenfrei in die eigene Webseite einbinden lassen.