Festgeldrechner: Laufzeit und Zinsen online
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Festgeldrechner
- Schnelle Ergebnisse: In Sekundenschnelle zeigt das Tool Endkapital und erzielten Ertrag auf Basis Ihrer Eingaben, sodass Sie sofort die Auszahlungssumme zum Laufzeitende kennen. Das spart Zeit bei Entscheidungen, weil keine manuellen Formeln nötig sind.
- Wesentliche Eingaben: Für eine belastbare Kalkulation genügen meist drei Angaben: Anlagebetrag, Bindungsdauer und die jährliche Prozentangabe für die Verzinsung. Diese reduzierte Eingabelogik minimiert Fehler und macht Szenarienvergleiche — etwa 5.000 Euro für 12 vs. 24 Monate — einfach und nachvollziehbar.
- Sicherheit & Bonität: Achten Sie auf die gesetzliche Einlagensicherung (in der EU bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank) sowie auf das Länderrating der Institutssitz. Hohe Renditeangaben aus Ländern mit schwächerer Bonität sollten nur nach Abwägung dieser Sicherungsfaktoren gewählt werden.

Inhaltsverzeichnis
- Festgeldrechner: Zinsen berechnen und Angebote vergleichen
- Sicherheit beim Festgeld: Einlagensicherung und Bonität
- Laufzeiten und Zinsmodelle beim Festgeld
- Festgeld strategisch anlegen: Laufzeiten kombinieren
- Laufzeitende, Verlängerung und Kündigung
- Festgeldkonto eröffnen: Ablauf und Abschlusswege
- Besteuerung von Festgeldzinsen
Festgeldrechner: Zinsen berechnen und Angebote vergleichen
Ein Festgeldrechner berechnet aus Anlagebetrag und Laufzeit die erwarteten Festgeld Zinsen sowie das Endkapital am Laufzeitende. Der RECHNER.APP Festgeldrechner liefert die wichtigsten Kennzahlen in Sekunden, sodass Sie Ertrag und Auszahlungstermin realistisch einschätzen können. Dadurch lassen sich Festgeldangebote schneller vergleichen, weil Zinssatz, Laufzeit und Mindestanlage klar nebeneinanderstehen.
Für eine sinnvolle Berechnung reichen meist drei Angaben: Wie viel Geld soll fest angelegt werden, wie lange bleibt es gebunden und welcher Zinssatz gilt. Zusätzlich lohnt ein Blick darauf, ob der Zinsertrag jährlich gutgeschrieben wird oder erst am Ende, weil sich dadurch die Darstellung im Vergleich verändern kann. Festgeldrechner Zinsen sind deshalb besonders hilfreich, wenn Sie mehrere Laufzeiten gegeneinander abwägen und sofort sehen möchten, wie stark sich kleine Zinsunterschiede auswirken.
Funktionsweise des Festgeldrechners
Ein Festgeldrechner nutzt feste Eingaben und einen konstanten Zinssatz, um Zinsbetrag und Endkapital zu bestimmen. Typisch sind Anlagebetrag, Laufzeit und Zinssatz pro Jahr als Grundlage, daraus ergeben sich Auszahlung und Zinsertrag. Der Effektivzins p. a. macht Angebote vergleichbar, weil er die Jahresrendite als Prozentwert ausdrückt.
Geben Sie den Anlagebetrag und die Laufzeit ein, danach wird der Zinsbetrag rechnerisch aus dem vereinbarten Jahreszins abgeleitet. Das Ergebnis besteht aus Endkapital und Zinsbetrag, häufig ergänzt um den Effektivzins p. a. und eine klare Trennung zwischen Einzahlbetrag und Ertrag. Praktisch ist, dass Sie sofort mehrere Szenarien testen können, etwa 5.000 Euro für 12 Monate versus 5.000 Euro für 24 Monate, ohne selbst Formeln zu nutzen. Eine kompakte Eingabelogik reduziert Fehler, weil jede Zahl eine klare Bedeutung hat.
Für eine saubere Eingabe hilft diese kurze Checkliste:
- Anlagebetrag: Bruttobetrag, der zu Beginn überwiesen wird.
- Laufzeit: Zeitraum bis zur Fälligkeit, meist in Monaten oder Jahren.
- Zinssatz: Jahreszins in Prozent, der im Angebot genannt ist.
Vergleich und Sortierung von Festgeldzinsen
Ein Festgeldrechner kann Angebote nach Rendite sortieren. Der Vergleich wird besser, wenn Mindestanlage, Laufzeit und Zinsangaben einheitlich dargestellt werden. Dadurch lassen sich Festgeld Zinsen verschiedener Banken schneller bewerten.
Für den effizienten Vergleich wählen Sie zuerst eine Laufzeit, weil Festgeldzinsen stark laufzeitabhängig sind. Danach lohnt die Sortierung nach Effektivzins p. a., weil so kleine Zinsabstände sofort sichtbar werden. Achten Sie zusätzlich auf Mindestanlage und mögliche Staffelungen, denn ein Spitzenzins kann an einen höheren Anlagebetrag gebunden sein. Eine Ergebnisliste funktioniert am besten, wenn Sie nur Angebote betrachten, die zu Ihrem Betrag passen, und dann gezielt die besten Konditionen auswählen.
Diese Tabelle zeigt, wie typische Ergebnisfelder im Vergleich gelesen werden:
| Feld | Bedeutung | Wofür relevant |
|---|---|---|
| Anlagebetrag | Startkapital der Festgeldanlage | Filtert Angebote nach Mindestanlage |
| Laufzeit | Dauer bis zur Fälligkeit | Vergleich nur innerhalb gleicher Laufzeit |
| Effektivzins p. a. | Jahresrendite als Prozentwert | Sortierung nach Rendite |
| Zinsbetrag | Ertrag aus Festgeld Zinsen | Abschätzung des Mehrwerts je Angebot |
| Endkapital | Anlagebetrag plus Zinsen | Planung der Auszahlung zum Laufzeitende |
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Sicherheit beim Festgeld: Einlagensicherung und Bonität
Festgeld gilt als vergleichsweise sichere Geldanlage, weil Guthaben gesetzlich geschützt sind und der Zinssatz während der Laufzeit feststeht. Entscheidend für die Sicherheit ist die Einlagensicherung, die in der Europäischen Union pro Kunde und Bank bis zu 100.000 Euro absichert. Zusätzlich spielt die Bonität des Anlagelandes eine Rolle, denn sie beeinflusst die Stabilität der Sicherungssysteme und damit das tatsächliche Ausfallrisiko.
Gesetzliche Einlagensicherung in der EU
In der Europäischen Union sind Festgeldanlagen durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Pro Kunde und Bank sind Einlagen bis zu 100.000 Euro abgesichert, unabhängig davon, ob es sich um Festgeld, Tagesgeld oder Guthaben auf dem Girokonto handelt. Diese Regelung basiert auf EU-Richtlinien und wird in jedem Mitgliedstaat über nationale Einlagensicherungsfonds umgesetzt.
Kommt es zu einer Bankeninsolvenz, springt der zuständige Sicherungsfonds ein und erstattet betroffenen Anlegern ihr Guthaben bis zur Sicherungsgrenze. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Arbeitstage. Für Sparer bedeutet das: Wer nicht mehr als 100.000 Euro bei einer einzelnen Bank anlegt, trägt ein sehr geringes Verlustrisiko. Bei höheren Beträgen empfiehlt sich eine Aufteilung auf mehrere Institute, damit jede Teilanlage vollständig abgesichert bleibt.
Wichtige Eckpunkte der Einlagensicherung lassen sich so zusammenfassen:
- Sicherungsgrenze: Bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank.
- Geltungsbereich: Alle EU-Mitgliedstaaten mit nationalen Sicherungsfonds.
- Auszahlungsfrist: Erstattung meist innerhalb weniger Arbeitstage.
Länderrating, Bonitätsfilter und sichere Banken
Neben der Einlagensicherung beeinflusst die Bonität des Anlagelandes die Sicherheit von Festgeld. Länderratings, etwa von Standard & Poor’s, bewerten die wirtschaftliche Stabilität eines Staates und seine Fähigkeit, Verpflichtungen zu erfüllen. Ein Rating von AA- oder besser gilt allgemein als solide Grundlage für eine sichere Geldanlage.
Banken mit Sitz in Ländern mit hoher Bonität profitieren von stabilen Sicherungssystemen und starken staatlichen Strukturen. Bei niedrigeren Ratings steigt das Risiko, dass Sicherungsfonds im Krisenfall an ihre Grenzen geraten.
Die folgende Tabelle zeigt typische Ratingstufen und ihre Bedeutung:
| Rating | Bedeutung | Einschätzung |
|---|---|---|
| AAA | Höchste Bonität | Sehr geringes Ausfallrisiko |
| AA | Sehr hohe Bonität | Geringes Ausfallrisiko |
| AA- | Hohe Bonität | Empfohlene Mindeststufe |
| A | Gute Bonität | Erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll |
Laufzeiten und Zinsmodelle beim Festgeld
Festgeld zeichnet sich durch klar definierte Laufzeiten und einen während dieser Zeit festen Zinssatz aus. Je nach Angebot können Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu zehn Jahren gewählt werden, wobei sich die Festgeld Zinsen meist an der Dauer der Kapitalbindung orientieren. Zusätzlich beeinflusst die Art der Zinsgutschrift, ob der Zinsertrag jährlich zufließt oder erst am Laufzeitende ausgezahlt wird.
Ein Festgeldrechner hilft dabei, diese Unterschiede sichtbar zu machen, denn schon kleine Abweichungen bei Laufzeit oder Zinsmodell wirken sich spürbar auf den Gesamtertrag aus. Wer Festgeld strategisch einsetzen möchte, sollte daher Laufzeit und Verzinsung gemeinsam betrachten und nicht isoliert auf den Zinssatz achten.
Laufzeiten von kurz- bis langfristig
Festgeld wird mit sehr unterschiedlichen Laufzeiten angeboten, typischerweise von 1 Monat bis zu 10 Jahren. Kurze Laufzeiten bieten hohe Flexibilität, weil das Kapital schnell wieder verfügbar ist, während längere Laufzeiten oft mit höheren Festgeld Zinsen verbunden sind. Der Zinssatz wird bei Vertragsabschluss fest vereinbart und bleibt über die gesamte Laufzeit konstant, unabhängig von der weiteren Zinsentwicklung am Markt.
Bei der Wahl der Laufzeit spielt neben der Rendite auch der persönliche Planungshorizont eine Rolle. Wer in absehbarer Zeit über das Geld verfügen möchte, sollte kürzere Laufzeiten wählen, selbst wenn der Zinssatz niedriger ausfällt. Längere Laufzeiten eignen sich vor allem dann, wenn das Kapital sicher gebunden werden kann und Zinsschwankungen vermieden werden sollen. Ein Festgeldrechner ermöglicht es, mehrere Laufzeiten direkt miteinander zu vergleichen und die Auswirkungen auf Zinsbetrag und Endkapital transparent darzustellen.
Typische Laufzeitmodelle im Überblick:
- Kurzfristig: 1 bis 6 Monate mit hoher Flexibilität.
- Mittelfristig: 12 bis 36 Monate als Kompromiss zwischen Rendite und Bindung.
- Langfristig: 5 bis 10 Jahre mit meist höheren Zinssätzen.
Zinsgutschrift und Zinseszinseffekt
Die Zinsgutschrift beim Festgeld erfolgt entweder jährlich oder am Ende der Laufzeit. Bei jährlicher Gutschrift werden die Zinsen dem Anlagebetrag gutgeschrieben und können, sofern sie mit angelegt werden, einen Zinseszinseffekt erzeugen. Dadurch steigt das Endkapital stärker an, obwohl der nominale Zinssatz unverändert bleibt.
Bei einer endfälligen Zinsgutschrift werden alle Zinsen gesammelt und erst zum Laufzeitende ausgezahlt. Dieses Modell ist übersichtlich, bietet jedoch keinen Zinseszinseffekt während der Laufzeit. Welche Variante günstiger ist, hängt von Laufzeit und Zinssatz ab. Ein Festgeldrechner zeigt den gesamten Zinsertrag unabhängig von der Gutschriftart an und erleichtert so den Vergleich zwischen jährlicher und endfälliger Verzinsung.
Die wichtigsten Unterschiede der Zinsmodelle:
| Zinsmodell | Auszahlung | Auswirkung |
|---|---|---|
| Jährliche Gutschrift | Einmal pro Jahr | Zinseszinseffekt möglich |
| Endfällige Verzinsung | Am Laufzeitende | Kein Zinseszins |
| Konstanter Zinssatz | Über gesamte Laufzeit | Planbare Rendite |
| Variable Verzinsung | Nicht bei Festgeld | Für Festgeld untypisch |
Geben Sie im Festgeldrechner Anlagebetrag, Laufzeit und Jahreszins ein, um sofort Zinsbetrag und Endkapital für verschiedene Szenarien zu sehen. Vergewissern Sie sich vor Abschluss, dass Ihre Einlage durch die Einlagensicherung (bis 100.000 € pro Bank in der EU) gedeckt ist, und tragen Sie die Kündigungsfrist in den Kalender, um automatische Verlängerungen zu vermeiden.

Persönlicher Experten-Tipp von Dr. Stephan Seitz
Festgeld strategisch anlegen: Laufzeiten kombinieren
Eine einzelne Festgeldanlage bindet Kapital für eine feste Laufzeit und ist während dieser Zeit nicht verfügbar. Durch die Kombination mehrerer Laufzeiten lässt sich dieses starre Prinzip auflockern, ohne auf die Sicherheit und Planbarkeit von Festgeld zu verzichten. Eine verbreitete Strategie dafür ist das sogenannte Laddering, auch Festgeld-Leiter genannt.
Mit dieser Vorgehensweise verteilen Anleger ihr Kapital auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Dadurch wird regelmäßig ein Teil des Geldes frei, während der übrige Teil weiter verzinst bleibt. Das verbessert die Liquidität und reduziert das Risiko, den gesamten Betrag zu einem ungünstigen Zinsniveau anlegen zu müssen.
Funktionsprinzip der Laddering-Strategie
Die Laddering-Strategie verteilt das Anlagekapital gleichmäßig auf mehrere Festgelder mit gestaffelten Laufzeiten. Typisch ist eine Aufteilung auf zwei bis fünf Laufzeiten, etwa 12, 24 und 36 Monate. Jede Anlage läuft unabhängig und wird bei Fälligkeit neu angelegt oder ausgezahlt.
Der Vorteil liegt darin, dass regelmäßig Kapital verfügbar wird, ohne dass der gesamte Betrag kurzfristig gebunden ist. Steigen die Zinsen, kann der frei werdende Teil zu besseren Konditionen neu angelegt werden. Fallen die Zinsen, profitieren die länger laufenden Festgelder weiterhin von den zuvor vereinbarten Zinssätzen. Ein Festgeldrechner unterstützt diese Planung, weil sich verschiedene Laufzeitkombinationen und Zinserträge vorab simulieren lassen.
Typische Merkmale der Laddering-Strategie:
- Staffelung: Mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten.
- Regelmäßige Fälligkeit: Jährlich oder halbjährlich wird Kapital frei.
- Flexibilität: Anpassung an das aktuelle Zinsniveau möglich.
Geeignete Laufzeiten und Anwendungsfälle
Für viele Privatanleger eignen sich Laufzeiten zwischen 6 und 36 Monaten besonders gut, weil sie eine ausgewogene Mischung aus Rendite und Flexibilität bieten. Kurze Laufzeiten sorgen dafür, dass regelmäßig Liquidität zur Verfügung steht, während längere Laufzeiten oft höhere Festgeld Zinsen sichern. Die genaue Staffelung hängt vom verfügbaren Kapital und vom persönlichen Planungshorizont ab.
Laddering ist vor allem sinnvoll, wenn Zinsänderungen erwartet werden oder das Geld nicht zu einem festen Zeitpunkt vollständig benötigt wird. Auch bei größeren Beträgen reduziert die Aufteilung das Risiko, eine Fehlentscheidung bei der Laufzeit zu treffen. Statt alles auf einen Termin festzulegen, wird das Risiko zeitlich verteilt. Ein Festgeldrechner erleichtert diese Entscheidung, weil unterschiedliche Szenarien schnell durchgerechnet und miteinander verglichen werden können.
Die folgende Tabelle zeigt typische Staffelungsmodelle:
| Modell | Laufzeiten | Ziel |
|---|---|---|
| Kurzfristig | 6 / 12 / 18 Monate | Hohe Flexibilität |
| Ausgewogen | 12 / 24 / 36 Monate | Balance aus Rendite und Liquidität |
| Renditeorientiert | 24 / 36 / 48 Monate | Höhere Zinssicherung |
| Individuell | Variable Staffelung | Anpassung an persönliche Ziele |
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Laufzeitende, Verlängerung und Kündigung
Festgeld endet nicht automatisch mit einer Auszahlung, sondern folgt den vertraglich vereinbarten Regelungen zum Laufzeitende. Viele Banken sehen eine automatische Verlängerung vor, wenn keine rechtzeitige Kündigung erfolgt. Dadurch kann sich das Festgeld erneut binden, häufig zu dann gültigen Konditionen.
Für Anleger ist es deshalb wichtig, Kündigungsfristen zu kennen und aktiv zu handeln. Zusätzlich stellt sich die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Festgeld vorzeitig beendet werden kann, etwa bei unerwartetem Kapitalbedarf.
Automatische Prolongation und Kündigungsfristen
Bei zahlreichen Festgeldangeboten verlängert sich der Vertrag automatisch, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wird. Diese sogenannte Prolongation führt dazu, dass Anlagebetrag und Zinsen erneut für die gleiche Laufzeit festgelegt werden. Der Zinssatz richtet sich dann nach den zum Verlängerungszeitpunkt geltenden Konditionen, die niedriger oder höher ausfallen können.
Die Kündigungsfristen variieren je nach Bank deutlich. Häufig müssen Anleger 28 Tage vor Laufzeitende kündigen, bei manchen Anbietern genügen auch 5 oder 7 Tage. Wird diese Frist versäumt, bleibt das Kapital gebunden. Deshalb empfiehlt es sich, die Kündigung bereits bei Abschluss des Festgeldes für den Fälligkeitstermin vorzumerken oder frühzeitig im Kalender zu notieren.
Typische Regelungen zur Prolongation:
- Automatische Verlängerung: Erfolgt ohne aktive Kündigung.
- Neue Konditionen: Zinssatz richtet sich nach aktuellem Angebot.
- Fristabhängigkeit: Kündigungszeitpunkt vertraglich festgelegt.
Vorzeitige Kündigung und rechtliche Ausnahmen
Grundsätzlich ist Festgeld während der vereinbarten Laufzeit nicht kündbar. Der feste Zinssatz ist an die Bindung des Kapitals geknüpft, weshalb Banken eine vorzeitige Verfügung in der Regel ausschließen. Gesetzlich besteht nur bei einem wichtigen Grund ein außerordentliches Kündigungsrecht gemäß § 314 BGB.
Als wichtige Gründe gelten etwa der Tod des Anlegers oder außergewöhnliche persönliche Notlagen. Selbst in diesen Fällen ist eine vorzeitige Auflösung nicht garantiert und erfolgt häufig nur aus Kulanz. Wird ein Festgeld vorzeitig beendet, erhalten Anleger meist lediglich den Anlagebetrag zurück, während die Zinsen ganz oder teilweise entfallen können. Daher sollte Festgeld nur mit Kapital genutzt werden, das während der gesamten Laufzeit entbehrlich ist.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen im Überblick:
| Aspekt | Regelung | Auswirkung |
|---|---|---|
| Ordentliche Kündigung | Während Laufzeit ausgeschlossen | Kapital bleibt gebunden |
| Außerordentliche Kündigung | Nur bei wichtigem Grund (§ 314 BGB) | Einzelfallentscheidung |
| Zinsanspruch | Bei vorzeitiger Beendigung eingeschränkt | Ertragsverlust möglich |
| Kulanzregelungen | Anbieterabhängig | Keine Garantie |
Festgeldkonto eröffnen: Ablauf und Abschlusswege
Ein Festgeldkonto lässt sich heute vollständig online eröffnen und ist mit wenigen Schritten eingerichtet. Nach Auswahl eines passenden Angebots werden persönliche Daten erfasst und die Identität bestätigt, bevor das Kapital angelegt wird. Voraussetzung ist in der Regel ein bestehendes Girokonto als Verrechnungskonto, über das Ein- und Auszahlungen erfolgen.
Der Abschluss kann direkt bei der Bank oder über Vermittlungsplattformen erfolgen, die mehrere Anbieter bündeln. Beide Wege führen zum gleichen Ergebnis, unterscheiden sich jedoch im Verwaltungsaufwand und in der Anzahl der verfügbaren Angebote.
Online-Kontoeröffnung und Legitimation
Die Eröffnung eines Festgeldkontos beginnt mit einem Online-Antrag, in dem Name, Adresse und steuerliche Angaben erfasst werden. Anschließend erfolgt die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung, meist per VideoIdent oder PostIdent. Beim VideoIdent wird die Legitimation per Videoanruf durchgeführt, während PostIdent eine Prüfung in einer Postfiliale erfordert.
Nach erfolgreicher Legitimation prüft die Bank die Angaben und eröffnet das Festgeldkonto. Der Anleger überweist anschließend den Anlagebetrag von seinem Girokonto, das als Referenzkonto dient. Erst nach Eingang des Geldes beginnt die vereinbarte Laufzeit. Der gesamte Prozess dauert häufig nur wenige Werktage und ermöglicht eine schnelle und papierlose Geldanlage.
Typische Voraussetzungen für die Kontoeröffnung:
- Verrechnungskonto: Girokonto auf den Namen des Anlegers.
- Identitätsnachweis: VideoIdent oder PostIdent.
- Mindestanlage: Häufig zwischen 500 und 1.000 Euro.
Direktbank oder Vermittlungsplattform
Festgeld kann entweder direkt bei der anbietenden Bank oder über eine Vermittlungsplattform abgeschlossen werden. Beim Direktabschluss erfolgt Antrag, Verwaltung und Kommunikation ausschließlich mit der jeweiligen Bank. Dieser Weg ist übersichtlich, erfordert jedoch für jedes neue Festgeldangebot eine separate Kontoeröffnung.
Vermittlungsplattformen bündeln Angebote vieler Banken und ermöglichen den Abschluss mehrerer Festgelder über ein zentrales Nutzerkonto. Die Legitimation erfolgt meist einmalig, danach lassen sich unterschiedliche Anlagen bequem verwalten. Die Zinssätze unterscheiden sich in der Regel nicht vom Direktabschluss, sodass die Wahl des Abschlusswegs vor allem eine Frage der persönlichen Organisation ist.
Die folgende Tabelle stellt beide Abschlusswege gegenüber:
| Abschlussweg | Merkmal | Geeignet für |
|---|---|---|
| Direktbank | Einzelner Anbieter | Gezielte Einzelanlage |
| Vermittlungsplattform | Mehrere Banken | Vergleich und Streuung |
| Legitimation | Pro Bank erforderlich | Direktabschluss |
| Zentrale Verwaltung | Über ein Nutzerkonto | Plattformabschluss |

Besteuerung von Festgeldzinsen
Erträge aus Festgeldanlagen unterliegen in Deutschland der Besteuerung von Kapitalerträgen. Maßgeblich ist die Abgeltungssteuer, die auf Zinserträge erhoben wird und in vielen Fällen automatisch von der Bank einbehalten wird. Für Anleger ist es wichtig zu wissen, wie hoch die tatsächliche Steuerbelastung ausfällt und welche Möglichkeiten bestehen, diese zu reduzieren.
Zusätzlich ergeben sich bei Festgeldanlagen im Ausland Besonderheiten, etwa durch Quellensteuern. Wer Festgeldzinsen realistisch bewerten möchte, sollte daher nicht nur den nominalen Zinssatz betrachten, sondern auch die steuerlichen Auswirkungen einbeziehen.
Abgeltungssteuer und Freistellungsauftrag
Festgeldzinsen zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Steuer sowie gegebenenfalls Kirchensteuer. Dadurch liegt die effektive Steuerbelastung ohne Kirchensteuer bei rund 26,375 Prozent der Zinserträge.
Banken führen diese Steuer automatisch an das Finanzamt ab, sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt. Jeder Anleger hat jedoch Anspruch auf den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr. Wird ein Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilt, bleiben Zinserträge bis zu diesem Betrag steuerfrei. Überschreiten die Kapitalerträge den Freibetrag, wird nur der darüber hinausgehende Teil besteuert.
Wesentliche Punkte zur Abgeltungssteuer:
- Steuersatz: 25 Prozent auf Zinserträge.
- Zuschläge: Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.
- Freibetrag: 1.000 Euro pro Person und Jahr.
Quellensteuer bei Auslandsfestgeld
Bei Festgeldanlagen im Ausland kann zusätzlich eine Quellensteuer anfallen, die vom jeweiligen Staat direkt auf die Zinserträge erhoben wird. Ob und in welcher Höhe diese Steuer greift, hängt vom Sitzland der Bank und von bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen ab. In vielen EU-Ländern wird für deutsche Anleger keine Quellensteuer erhoben.
Fällt dennoch eine Quellensteuer an, kann diese häufig ganz oder teilweise auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet werden. Voraussetzung ist, dass entsprechende Nachweise vorliegen. Die Gesamtsteuerbelastung bleibt dadurch in vielen Fällen vergleichbar mit der Besteuerung von inländischem Festgeld. Anleger sollten sich vorab informieren, ob bei einem konkreten Angebot steuerliche Besonderheiten gelten.
Typische steuerliche Konstellationen im Überblick:
| Situation | Steuerart | Auswirkung |
|---|---|---|
| Inländisches Festgeld | Abgeltungssteuer | Automatischer Steuerabzug |
| EU-Auslandsbank | Meist keine Quellensteuer | Besteuerung in Deutschland |
| Drittstaat | Quellensteuer möglich | Anrechnung prüfen |
| Freistellungsauftrag | Steuerbefreiung bis Freibetrag | Höhere Netto-Rendite |
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Häufig gestellte Fragen
Was zeigt ein Festgeldrechner an und wozu ist er nützlich?
Ist Festgeld eine sichere Geldanlage?
Kann ich ein Festgeldkonto vorzeitig kündigen?
Worauf muss ich beim Festgeldzinsen-Vergleich achten?

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Quellenangaben und weiterführende Literatur
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Dieser Beitrag wurde recherchiert und veröffentlicht von Dr. Stephan Seitz
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