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Festgeldrechner: Laufzeit und Zinsen online

Foto Dr. Stephan Seitz
Autor: , Dipl.-Jurist (Univ.)
Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2025
Ihre Lesezeit: 12 Minuten
               
Rechtliche Hinweise: Keine Rechtsberatung, alle Angaben ohne Gewähr.
Icon Festgeldrechner Die schnelle Antwort

Festgeldrechner

  • Schnelle Ergebnisse: In Sekundenschnelle zeigt das Tool Endkapital und erzielten Ertrag auf Basis Ihrer Eingaben, sodass Sie sofort die Auszahlungssumme zum Laufzeitende kennen. Das spart Zeit bei Entscheidungen, weil keine manuellen Formeln nötig sind.
  • Wesentliche Eingaben: Für eine belastbare Kalkulation genügen meist drei Angaben: Anlagebetrag, Bindungsdauer und die jährliche Prozentangabe für die Verzinsung. Diese reduzierte Eingabelogik minimiert Fehler und macht Szenarienvergleiche — etwa 5.000 Euro für 12 vs. 24 Monate — einfach und nachvollziehbar.
  • Sicherheit & Bonität: Achten Sie auf die gesetzliche Einlagensicherung (in der EU bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank) sowie auf das Länderrating der Institutssitz. Hohe Renditeangaben aus Ländern mit schwächerer Bonität sollten nur nach Abwägung dieser Sicherungsfaktoren gewählt werden.
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Festgeldrechner: Zinsen berechnen und Angebote vergleichen

Ein Festgeldrechner berechnet aus Anlagebetrag und Laufzeit die erwarteten Festgeld Zinsen sowie das Endkapital am Laufzeitende. Der RECHNER.APP Festgeldrechner liefert die wichtigsten Kennzahlen in Sekunden, sodass Sie Ertrag und Auszahlungstermin realistisch einschätzen können. Dadurch lassen sich Festgeldangebote schneller vergleichen, weil Zinssatz, Laufzeit und Mindestanlage klar nebeneinanderstehen.

Für eine sinnvolle Berechnung reichen meist drei Angaben: Wie viel Geld soll fest angelegt werden, wie lange bleibt es gebunden und welcher Zinssatz gilt. Zusätzlich lohnt ein Blick darauf, ob der Zinsertrag jährlich gutgeschrieben wird oder erst am Ende, weil sich dadurch die Darstellung im Vergleich verändern kann. Festgeldrechner Zinsen sind deshalb besonders hilfreich, wenn Sie mehrere Laufzeiten gegeneinander abwägen und sofort sehen möchten, wie stark sich kleine Zinsunterschiede auswirken.

Funktionsweise des Festgeldrechners

Ein Festgeldrechner nutzt feste Eingaben und einen konstanten Zinssatz, um Zinsbetrag und Endkapital zu bestimmen. Typisch sind Anlagebetrag, Laufzeit und Zinssatz pro Jahr als Grundlage, daraus ergeben sich Auszahlung und Zinsertrag. Der Effektivzins p. a. macht Angebote vergleichbar, weil er die Jahresrendite als Prozentwert ausdrückt.

Geben Sie den Anlagebetrag und die Laufzeit ein, danach wird der Zinsbetrag rechnerisch aus dem vereinbarten Jahreszins abgeleitet. Das Ergebnis besteht aus Endkapital und Zinsbetrag, häufig ergänzt um den Effektivzins p. a. und eine klare Trennung zwischen Einzahlbetrag und Ertrag. Praktisch ist, dass Sie sofort mehrere Szenarien testen können, etwa 5.000 Euro für 12 Monate versus 5.000 Euro für 24 Monate, ohne selbst Formeln zu nutzen. Eine kompakte Eingabelogik reduziert Fehler, weil jede Zahl eine klare Bedeutung hat.

Bei 10.000 Euro Anlagebetrag, 24 Monaten Laufzeit und 3,50 Prozent p. a. zeigt der Festgeldrechner den Zinsbetrag und das Endkapital zum Fälligkeitstermin.

Für eine saubere Eingabe hilft diese kurze Checkliste:

  • Anlagebetrag: Bruttobetrag, der zu Beginn überwiesen wird.
  • Laufzeit: Zeitraum bis zur Fälligkeit, meist in Monaten oder Jahren.
  • Zinssatz: Jahreszins in Prozent, der im Angebot genannt ist.

Vergleich und Sortierung von Festgeldzinsen

Ein Festgeldrechner kann Angebote nach Rendite sortieren. Der Vergleich wird besser, wenn Mindestanlage, Laufzeit und Zinsangaben einheitlich dargestellt werden. Dadurch lassen sich Festgeld Zinsen verschiedener Banken schneller bewerten.

Für den effizienten Vergleich wählen Sie zuerst eine Laufzeit, weil Festgeldzinsen stark laufzeitabhängig sind. Danach lohnt die Sortierung nach Effektivzins p. a., weil so kleine Zinsabstände sofort sichtbar werden. Achten Sie zusätzlich auf Mindestanlage und mögliche Staffelungen, denn ein Spitzenzins kann an einen höheren Anlagebetrag gebunden sein. Eine Ergebnisliste funktioniert am besten, wenn Sie nur Angebote betrachten, die zu Ihrem Betrag passen, und dann gezielt die besten Konditionen auswählen.

Vergleichen Sie nur Angebote, die Ihren Anlagebetrag tatsächlich akzeptieren, und sortieren Sie anschließend nach Effektivzins p. a., damit die Rangfolge nicht durch Mindestanlagen verfälscht wird.

Diese Tabelle zeigt, wie typische Ergebnisfelder im Vergleich gelesen werden:

Feld Bedeutung Wofür relevant
Anlagebetrag Startkapital der Festgeldanlage Filtert Angebote nach Mindestanlage
Laufzeit Dauer bis zur Fälligkeit Vergleich nur innerhalb gleicher Laufzeit
Effektivzins p. a. Jahresrendite als Prozentwert Sortierung nach Rendite
Zinsbetrag Ertrag aus Festgeld Zinsen Abschätzung des Mehrwerts je Angebot
Endkapital Anlagebetrag plus Zinsen Planung der Auszahlung zum Laufzeitende

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Sicherheit beim Festgeld: Einlagensicherung und Bonität

Festgeld gilt als vergleichsweise sichere Geldanlage, weil Guthaben gesetzlich geschützt sind und der Zinssatz während der Laufzeit feststeht. Entscheidend für die Sicherheit ist die Einlagensicherung, die in der Europäischen Union pro Kunde und Bank bis zu 100.000 Euro absichert. Zusätzlich spielt die Bonität des Anlagelandes eine Rolle, denn sie beeinflusst die Stabilität der Sicherungssysteme und damit das tatsächliche Ausfallrisiko.

Gesetzliche Einlagensicherung in der EU

In der Europäischen Union sind Festgeldanlagen durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Pro Kunde und Bank sind Einlagen bis zu 100.000 Euro abgesichert, unabhängig davon, ob es sich um Festgeld, Tagesgeld oder Guthaben auf dem Girokonto handelt. Diese Regelung basiert auf EU-Richtlinien und wird in jedem Mitgliedstaat über nationale Einlagensicherungsfonds umgesetzt.

Kommt es zu einer Bankeninsolvenz, springt der zuständige Sicherungsfonds ein und erstattet betroffenen Anlegern ihr Guthaben bis zur Sicherungsgrenze. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Arbeitstage. Für Sparer bedeutet das: Wer nicht mehr als 100.000 Euro bei einer einzelnen Bank anlegt, trägt ein sehr geringes Verlustrisiko. Bei höheren Beträgen empfiehlt sich eine Aufteilung auf mehrere Institute, damit jede Teilanlage vollständig abgesichert bleibt.

Eine Anlage von 80.000 Euro bei einer Bank ist vollständig geschützt, während bei 150.000 Euro nur 100.000 Euro unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen.

Wichtige Eckpunkte der Einlagensicherung lassen sich so zusammenfassen:

  • Sicherungsgrenze: Bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank.
  • Geltungsbereich: Alle EU-Mitgliedstaaten mit nationalen Sicherungsfonds.
  • Auszahlungsfrist: Erstattung meist innerhalb weniger Arbeitstage.

Länderrating, Bonitätsfilter und sichere Banken

Neben der Einlagensicherung beeinflusst die Bonität des Anlagelandes die Sicherheit von Festgeld. Länderratings, etwa von Standard & Poor’s, bewerten die wirtschaftliche Stabilität eines Staates und seine Fähigkeit, Verpflichtungen zu erfüllen. Ein Rating von AA- oder besser gilt allgemein als solide Grundlage für eine sichere Geldanlage.

Banken mit Sitz in Ländern mit hoher Bonität profitieren von stabilen Sicherungssystemen und starken staatlichen Strukturen. Bei niedrigeren Ratings steigt das Risiko, dass Sicherungsfonds im Krisenfall an ihre Grenzen geraten.

Hohe Zinssätze gehen bei Festgeldangeboten aus Ländern mit schwächerer Bonität oft mit erhöhtem Risiko einher und sollten immer im Zusammenhang mit Einlagensicherung und Länderrating bewertet werden.

Die folgende Tabelle zeigt typische Ratingstufen und ihre Bedeutung:

Rating Bedeutung Einschätzung
AAA Höchste Bonität Sehr geringes Ausfallrisiko
AA Sehr hohe Bonität Geringes Ausfallrisiko
AA- Hohe Bonität Empfohlene Mindeststufe
A Gute Bonität Erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll

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Laufzeiten und Zinsmodelle beim Festgeld

Festgeld zeichnet sich durch klar definierte Laufzeiten und einen während dieser Zeit festen Zinssatz aus. Je nach Angebot können Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu zehn Jahren gewählt werden, wobei sich die Festgeld Zinsen meist an der Dauer der Kapitalbindung orientieren. Zusätzlich beeinflusst die Art der Zinsgutschrift, ob der Zinsertrag jährlich zufließt oder erst am Laufzeitende ausgezahlt wird.

Ein Festgeldrechner hilft dabei, diese Unterschiede sichtbar zu machen, denn schon kleine Abweichungen bei Laufzeit oder Zinsmodell wirken sich spürbar auf den Gesamtertrag aus. Wer Festgeld strategisch einsetzen möchte, sollte daher Laufzeit und Verzinsung gemeinsam betrachten und nicht isoliert auf den Zinssatz achten.

Laufzeiten von kurz- bis langfristig

Festgeld wird mit sehr unterschiedlichen Laufzeiten angeboten, typischerweise von 1 Monat bis zu 10 Jahren. Kurze Laufzeiten bieten hohe Flexibilität, weil das Kapital schnell wieder verfügbar ist, während längere Laufzeiten oft mit höheren Festgeld Zinsen verbunden sind. Der Zinssatz wird bei Vertragsabschluss fest vereinbart und bleibt über die gesamte Laufzeit konstant, unabhängig von der weiteren Zinsentwicklung am Markt.

Bei der Wahl der Laufzeit spielt neben der Rendite auch der persönliche Planungshorizont eine Rolle. Wer in absehbarer Zeit über das Geld verfügen möchte, sollte kürzere Laufzeiten wählen, selbst wenn der Zinssatz niedriger ausfällt. Längere Laufzeiten eignen sich vor allem dann, wenn das Kapital sicher gebunden werden kann und Zinsschwankungen vermieden werden sollen. Ein Festgeldrechner ermöglicht es, mehrere Laufzeiten direkt miteinander zu vergleichen und die Auswirkungen auf Zinsbetrag und Endkapital transparent darzustellen.

Ein Festgeld über 12 Monate bietet oft geringere Zinsen als ein Vertrag über 36 Monate, bindet das Geld dafür aber deutlich kürzer.

Typische Laufzeitmodelle im Überblick:

  • Kurzfristig: 1 bis 6 Monate mit hoher Flexibilität.
  • Mittelfristig: 12 bis 36 Monate als Kompromiss zwischen Rendite und Bindung.
  • Langfristig: 5 bis 10 Jahre mit meist höheren Zinssätzen.

Zinsgutschrift und Zinseszinseffekt

Die Zinsgutschrift beim Festgeld erfolgt entweder jährlich oder am Ende der Laufzeit. Bei jährlicher Gutschrift werden die Zinsen dem Anlagebetrag gutgeschrieben und können, sofern sie mit angelegt werden, einen Zinseszinseffekt erzeugen. Dadurch steigt das Endkapital stärker an, obwohl der nominale Zinssatz unverändert bleibt.

Bei einer endfälligen Zinsgutschrift werden alle Zinsen gesammelt und erst zum Laufzeitende ausgezahlt. Dieses Modell ist übersichtlich, bietet jedoch keinen Zinseszinseffekt während der Laufzeit. Welche Variante günstiger ist, hängt von Laufzeit und Zinssatz ab. Ein Festgeldrechner zeigt den gesamten Zinsertrag unabhängig von der Gutschriftart an und erleichtert so den Vergleich zwischen jährlicher und endfälliger Verzinsung.

Bei längeren Laufzeiten kann eine jährliche Zinsgutschrift das Endkapital erhöhen, auch wenn der Zinssatz identisch ist.

Die wichtigsten Unterschiede der Zinsmodelle:

Zinsmodell Auszahlung Auswirkung
Jährliche Gutschrift Einmal pro Jahr Zinseszinseffekt möglich
Endfällige Verzinsung Am Laufzeitende Kein Zinseszins
Konstanter Zinssatz Über gesamte Laufzeit Planbare Rendite
Variable Verzinsung Nicht bei Festgeld Für Festgeld untypisch

Geben Sie im Festgeldrechner Anlagebetrag, Laufzeit und Jahreszins ein, um sofort Zinsbetrag und Endkapital für verschiedene Szenarien zu sehen. Vergewissern Sie sich vor Abschluss, dass Ihre Einlage durch die Einlagensicherung (bis 100.000 € pro Bank in der EU) gedeckt ist, und tragen Sie die Kündigungsfrist in den Kalender, um automatische Verlängerungen zu vermeiden.

Foto Dr. Stephan Seitz
Persönlicher Experten-Tipp von Dr. Stephan Seitz

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Festgeld strategisch anlegen: Laufzeiten kombinieren

Eine einzelne Festgeldanlage bindet Kapital für eine feste Laufzeit und ist während dieser Zeit nicht verfügbar. Durch die Kombination mehrerer Laufzeiten lässt sich dieses starre Prinzip auflockern, ohne auf die Sicherheit und Planbarkeit von Festgeld zu verzichten. Eine verbreitete Strategie dafür ist das sogenannte Laddering, auch Festgeld-Leiter genannt.

Mit dieser Vorgehensweise verteilen Anleger ihr Kapital auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Dadurch wird regelmäßig ein Teil des Geldes frei, während der übrige Teil weiter verzinst bleibt. Das verbessert die Liquidität und reduziert das Risiko, den gesamten Betrag zu einem ungünstigen Zinsniveau anlegen zu müssen.

Funktionsprinzip der Laddering-Strategie

Die Laddering-Strategie verteilt das Anlagekapital gleichmäßig auf mehrere Festgelder mit gestaffelten Laufzeiten. Typisch ist eine Aufteilung auf zwei bis fünf Laufzeiten, etwa 12, 24 und 36 Monate. Jede Anlage läuft unabhängig und wird bei Fälligkeit neu angelegt oder ausgezahlt.

Der Vorteil liegt darin, dass regelmäßig Kapital verfügbar wird, ohne dass der gesamte Betrag kurzfristig gebunden ist. Steigen die Zinsen, kann der frei werdende Teil zu besseren Konditionen neu angelegt werden. Fallen die Zinsen, profitieren die länger laufenden Festgelder weiterhin von den zuvor vereinbarten Zinssätzen. Ein Festgeldrechner unterstützt diese Planung, weil sich verschiedene Laufzeitkombinationen und Zinserträge vorab simulieren lassen.

Ein Anlagebetrag von 30.000 Euro wird auf drei Festgelder zu je 10.000 Euro mit Laufzeiten von 12, 24 und 36 Monaten verteilt.

Typische Merkmale der Laddering-Strategie:

  • Staffelung: Mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten.
  • Regelmäßige Fälligkeit: Jährlich oder halbjährlich wird Kapital frei.
  • Flexibilität: Anpassung an das aktuelle Zinsniveau möglich.

Geeignete Laufzeiten und Anwendungsfälle

Für viele Privatanleger eignen sich Laufzeiten zwischen 6 und 36 Monaten besonders gut, weil sie eine ausgewogene Mischung aus Rendite und Flexibilität bieten. Kurze Laufzeiten sorgen dafür, dass regelmäßig Liquidität zur Verfügung steht, während längere Laufzeiten oft höhere Festgeld Zinsen sichern. Die genaue Staffelung hängt vom verfügbaren Kapital und vom persönlichen Planungshorizont ab.

Laddering ist vor allem sinnvoll, wenn Zinsänderungen erwartet werden oder das Geld nicht zu einem festen Zeitpunkt vollständig benötigt wird. Auch bei größeren Beträgen reduziert die Aufteilung das Risiko, eine Fehlentscheidung bei der Laufzeit zu treffen. Statt alles auf einen Termin festzulegen, wird das Risiko zeitlich verteilt. Ein Festgeldrechner erleichtert diese Entscheidung, weil unterschiedliche Szenarien schnell durchgerechnet und miteinander verglichen werden können.

Eine Staffelung in gleich große Beträge vereinfacht die Planung und sorgt für regelmäßige Fälligkeitstermine.

Die folgende Tabelle zeigt typische Staffelungsmodelle:

Modell Laufzeiten Ziel
Kurzfristig 6 / 12 / 18 Monate Hohe Flexibilität
Ausgewogen 12 / 24 / 36 Monate Balance aus Rendite und Liquidität
Renditeorientiert 24 / 36 / 48 Monate Höhere Zinssicherung
Individuell Variable Staffelung Anpassung an persönliche Ziele

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Laufzeitende, Verlängerung und Kündigung

Festgeld endet nicht automatisch mit einer Auszahlung, sondern folgt den vertraglich vereinbarten Regelungen zum Laufzeitende. Viele Banken sehen eine automatische Verlängerung vor, wenn keine rechtzeitige Kündigung erfolgt. Dadurch kann sich das Festgeld erneut binden, häufig zu dann gültigen Konditionen.

Für Anleger ist es deshalb wichtig, Kündigungsfristen zu kennen und aktiv zu handeln. Zusätzlich stellt sich die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Festgeld vorzeitig beendet werden kann, etwa bei unerwartetem Kapitalbedarf.

Automatische Prolongation und Kündigungsfristen

Bei zahlreichen Festgeldangeboten verlängert sich der Vertrag automatisch, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wird. Diese sogenannte Prolongation führt dazu, dass Anlagebetrag und Zinsen erneut für die gleiche Laufzeit festgelegt werden. Der Zinssatz richtet sich dann nach den zum Verlängerungszeitpunkt geltenden Konditionen, die niedriger oder höher ausfallen können.

Die Kündigungsfristen variieren je nach Bank deutlich. Häufig müssen Anleger 28 Tage vor Laufzeitende kündigen, bei manchen Anbietern genügen auch 5 oder 7 Tage. Wird diese Frist versäumt, bleibt das Kapital gebunden. Deshalb empfiehlt es sich, die Kündigung bereits bei Abschluss des Festgeldes für den Fälligkeitstermin vorzumerken oder frühzeitig im Kalender zu notieren.

Ein Festgeld mit 12 Monaten Laufzeit verlängert sich automatisch um weitere 12 Monate, wenn die Kündigung nicht spätestens 28 Tage vor Fälligkeit eingeht.

Typische Regelungen zur Prolongation:

  • Automatische Verlängerung: Erfolgt ohne aktive Kündigung.
  • Neue Konditionen: Zinssatz richtet sich nach aktuellem Angebot.
  • Fristabhängigkeit: Kündigungszeitpunkt vertraglich festgelegt.

Vorzeitige Kündigung und rechtliche Ausnahmen

Grundsätzlich ist Festgeld während der vereinbarten Laufzeit nicht kündbar. Der feste Zinssatz ist an die Bindung des Kapitals geknüpft, weshalb Banken eine vorzeitige Verfügung in der Regel ausschließen. Gesetzlich besteht nur bei einem wichtigen Grund ein außerordentliches Kündigungsrecht gemäß § 314 BGB.

Als wichtige Gründe gelten etwa der Tod des Anlegers oder außergewöhnliche persönliche Notlagen. Selbst in diesen Fällen ist eine vorzeitige Auflösung nicht garantiert und erfolgt häufig nur aus Kulanz. Wird ein Festgeld vorzeitig beendet, erhalten Anleger meist lediglich den Anlagebetrag zurück, während die Zinsen ganz oder teilweise entfallen können. Daher sollte Festgeld nur mit Kapital genutzt werden, das während der gesamten Laufzeit entbehrlich ist.

Eine vorzeitige Kündigung von Festgeld ist kein Regelfall und sollte nicht als Liquiditätsreserve eingeplant werden.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen im Überblick:

Aspekt Regelung Auswirkung
Ordentliche Kündigung Während Laufzeit ausgeschlossen Kapital bleibt gebunden
Außerordentliche Kündigung Nur bei wichtigem Grund (§ 314 BGB) Einzelfallentscheidung
Zinsanspruch Bei vorzeitiger Beendigung eingeschränkt Ertragsverlust möglich
Kulanzregelungen Anbieterabhängig Keine Garantie

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Festgeldkonto eröffnen: Ablauf und Abschlusswege

Ein Festgeldkonto lässt sich heute vollständig online eröffnen und ist mit wenigen Schritten eingerichtet. Nach Auswahl eines passenden Angebots werden persönliche Daten erfasst und die Identität bestätigt, bevor das Kapital angelegt wird. Voraussetzung ist in der Regel ein bestehendes Girokonto als Verrechnungskonto, über das Ein- und Auszahlungen erfolgen.

Der Abschluss kann direkt bei der Bank oder über Vermittlungsplattformen erfolgen, die mehrere Anbieter bündeln. Beide Wege führen zum gleichen Ergebnis, unterscheiden sich jedoch im Verwaltungsaufwand und in der Anzahl der verfügbaren Angebote.

Online-Kontoeröffnung und Legitimation

Die Eröffnung eines Festgeldkontos beginnt mit einem Online-Antrag, in dem Name, Adresse und steuerliche Angaben erfasst werden. Anschließend erfolgt die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung, meist per VideoIdent oder PostIdent. Beim VideoIdent wird die Legitimation per Videoanruf durchgeführt, während PostIdent eine Prüfung in einer Postfiliale erfordert.

Nach erfolgreicher Legitimation prüft die Bank die Angaben und eröffnet das Festgeldkonto. Der Anleger überweist anschließend den Anlagebetrag von seinem Girokonto, das als Referenzkonto dient. Erst nach Eingang des Geldes beginnt die vereinbarte Laufzeit. Der gesamte Prozess dauert häufig nur wenige Werktage und ermöglicht eine schnelle und papierlose Geldanlage.

Nach Online-Antrag und VideoIdent wird das Festgeldkonto eröffnet, sobald der Anlagebetrag vom Referenzkonto eingegangen ist.

Typische Voraussetzungen für die Kontoeröffnung:

  • Verrechnungskonto: Girokonto auf den Namen des Anlegers.
  • Identitätsnachweis: VideoIdent oder PostIdent.
  • Mindestanlage: Häufig zwischen 500 und 1.000 Euro.

Direktbank oder Vermittlungsplattform

Festgeld kann entweder direkt bei der anbietenden Bank oder über eine Vermittlungsplattform abgeschlossen werden. Beim Direktabschluss erfolgt Antrag, Verwaltung und Kommunikation ausschließlich mit der jeweiligen Bank. Dieser Weg ist übersichtlich, erfordert jedoch für jedes neue Festgeldangebot eine separate Kontoeröffnung.

Vermittlungsplattformen bündeln Angebote vieler Banken und ermöglichen den Abschluss mehrerer Festgelder über ein zentrales Nutzerkonto. Die Legitimation erfolgt meist einmalig, danach lassen sich unterschiedliche Anlagen bequem verwalten. Die Zinssätze unterscheiden sich in der Regel nicht vom Direktabschluss, sodass die Wahl des Abschlusswegs vor allem eine Frage der persönlichen Organisation ist.

Wer mehrere Festgelder bei unterschiedlichen Banken plant, spart über eine Plattform Zeit bei Verwaltung und Legitimation.

Die folgende Tabelle stellt beide Abschlusswege gegenüber:

Abschlussweg Merkmal Geeignet für
Direktbank Einzelner Anbieter Gezielte Einzelanlage
Vermittlungsplattform Mehrere Banken Vergleich und Streuung
Legitimation Pro Bank erforderlich Direktabschluss
Zentrale Verwaltung Über ein Nutzerkonto Plattformabschluss

Thumbnail Festgeldrechner
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Besteuerung von Festgeldzinsen

Erträge aus Festgeldanlagen unterliegen in Deutschland der Besteuerung von Kapitalerträgen. Maßgeblich ist die Abgeltungssteuer, die auf Zinserträge erhoben wird und in vielen Fällen automatisch von der Bank einbehalten wird. Für Anleger ist es wichtig zu wissen, wie hoch die tatsächliche Steuerbelastung ausfällt und welche Möglichkeiten bestehen, diese zu reduzieren.

Zusätzlich ergeben sich bei Festgeldanlagen im Ausland Besonderheiten, etwa durch Quellensteuern. Wer Festgeldzinsen realistisch bewerten möchte, sollte daher nicht nur den nominalen Zinssatz betrachten, sondern auch die steuerlichen Auswirkungen einbeziehen.

Abgeltungssteuer und Freistellungsauftrag

Festgeldzinsen zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Steuer sowie gegebenenfalls Kirchensteuer. Dadurch liegt die effektive Steuerbelastung ohne Kirchensteuer bei rund 26,375 Prozent der Zinserträge.

Banken führen diese Steuer automatisch an das Finanzamt ab, sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt. Jeder Anleger hat jedoch Anspruch auf den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr. Wird ein Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilt, bleiben Zinserträge bis zu diesem Betrag steuerfrei. Überschreiten die Kapitalerträge den Freibetrag, wird nur der darüber hinausgehende Teil besteuert.

Bei 700 Euro Festgeldzinsen im Jahr und einem hinterlegten Freistellungsauftrag fällt keine Abgeltungssteuer an.

Wesentliche Punkte zur Abgeltungssteuer:

  • Steuersatz: 25 Prozent auf Zinserträge.
  • Zuschläge: Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.
  • Freibetrag: 1.000 Euro pro Person und Jahr.

Quellensteuer bei Auslandsfestgeld

Bei Festgeldanlagen im Ausland kann zusätzlich eine Quellensteuer anfallen, die vom jeweiligen Staat direkt auf die Zinserträge erhoben wird. Ob und in welcher Höhe diese Steuer greift, hängt vom Sitzland der Bank und von bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen ab. In vielen EU-Ländern wird für deutsche Anleger keine Quellensteuer erhoben.

Fällt dennoch eine Quellensteuer an, kann diese häufig ganz oder teilweise auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet werden. Voraussetzung ist, dass entsprechende Nachweise vorliegen. Die Gesamtsteuerbelastung bleibt dadurch in vielen Fällen vergleichbar mit der Besteuerung von inländischem Festgeld. Anleger sollten sich vorab informieren, ob bei einem konkreten Angebot steuerliche Besonderheiten gelten.

Ohne Anrechnungsmöglichkeit kann eine ausländische Quellensteuer die tatsächliche Rendite spürbar mindern.

Typische steuerliche Konstellationen im Überblick:

Situation Steuerart Auswirkung
Inländisches Festgeld Abgeltungssteuer Automatischer Steuerabzug
EU-Auslandsbank Meist keine Quellensteuer Besteuerung in Deutschland
Drittstaat Quellensteuer möglich Anrechnung prüfen
Freistellungsauftrag Steuerbefreiung bis Freibetrag Höhere Netto-Rendite

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Icon FAQs

Häufig gestellte Fragen

Was zeigt ein Festgeldrechner an und wozu ist er nützlich?

Ein Festgeldrechner berechnet aus Anlagebetrag, Laufzeit und Jahreszins den Zinsbetrag sowie das Endkapital und oft den Effektivzins p. a. Er ist nützlich, um verschiedene Szenarien schnell zu vergleichen und zu sehen, wie kleine Zins- oder Laufzeitunterschiede den Ertrag verändern.

Ist Festgeld eine sichere Geldanlage?

Festgeld gilt als vergleichsweise sicher, da Einlagen in der EU pro Kunde und Bank bis zu 100.000 Euro gesetzlich abgesichert sind; darüber hinaus spielt die Bonität des Landes und der Bank eine Rolle. Wer größere Summen anlegt, sollte daher auf Einlagensicherung und Länderrating achten oder Beträge auf mehrere Institute verteilen.

Kann ich ein Festgeldkonto vorzeitig kündigen?

Grundsätzlich ist eine ordentliche Kündigung während der vereinbarten Laufzeit ausgeschlossen; ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht nur bei einem wichtigen Grund nach § 314 BGB und ist eine Einzelfallentscheidung. Banken gewähren gelegentlich Kulanzregelungen, dabei entfallen jedoch oft ganz oder teilweise die Zinsen.

Worauf muss ich beim Festgeldzinsen-Vergleich achten?

Vergleichen Sie Angebote nur innerhalb derselben Laufzeit und berücksichtigen Sie Mindestanlage, Effektivzins p. a. sowie die Art der Zinsgutschrift (jährlich oder endfällig), denn diese Faktoren beeinflussen die tatsächliche Rendite. Sortieren Sie nach Effektivzins und prüfen Sie, ob Ihr Anlagebetrag vom Angebot akzeptiert wird, damit die Rangfolge nicht durch Mindestanlagen verzerrt wird.

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Dr. Stephan Seitz

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Mein Name ist Dr. Stephan Seitz und ich betreibe RECHNER.APP. Ich habe an der LMU München Jura studiert, 2006 mein Staatsexamen abgelegt und anschließend an der Universität Regensburg promoviert. Mehr zu meinem Werdegang und beruflichen Stationen finden Sie bei Interesse auf LinkedIn.

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